Günter Baby Sommer im Duo mit Katharina Hilpert (fl).

Projekt: “Jazz & Geschichte”

Günter Baby Sommer im Duo mit Katharina Hilpert (fl).

„Our Favourite Things“. Und: “Vorträg und Präsentation Songs for Kommeno”.

24. September 2016
Pfarreizentrum Brig
Konzertbeginn 20:30

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Als der Schlagzeuger Günter “Baby” Sommer an das Sommerfestival in der kleinen Ortschaft KOMMENO im Ipiros (Griechenland) eingeladen wurde, erfuhr er vom Bürgermeister Christos Kosmas vom Verbrechen der deutschen Wehrmacht an der Zivilbevölkerung während des 2. Weltkrieges. Am 16. August 1943 ermordeten deutsche Soldaten 317 BewohnerInnen von Kommeno.

Der deutsche Jazzmusiker, der im Jahre dieses Verbrechens geboren wurde, widmete das Konzert den Opfern und traf sich mit MARIA LABRI, einer der wenigen Überlebenden. Es entstand eine Freundschaft zwischen dem Musiker, dem Bürgermeister und den Bewohnern von Kommeno. Günter “Baby”  Sommer wurde durch seine Musik, durch seine Fähigkeit des Zuhörens und Mitfühlens zum Botschafter eines anderen Deutschlands.

Im Jahre 2013 verlieh Kommeno dem deutschen Musiker die Ehrenbürgerschaft.

Biographie

Günter Baby Sommer ist einer der bedeutendsten Vertreter des Zeitgenössischen europäischen Jazz, welcher mit einem hoch individualisierten Schlaginstrumentarium zugleich eine unverwechselbare musikalische Sprache entwickelt hat.

Sommer wurde 1943 in Dresden geboren und studierte an der Hochschule für Musik ,Carl Maria von Weber‘. Seine musikalischen Beiträge zu den wichtigsten Jazzgruppen der DDR wie dem Ernst-Ludwig-Petrowksy-Trio, dem Zentralquartett und der Ulrich Gumpert Workshopband ermöglichten Sommer den Einstieg in die internationale Szene. So arbeite Sommer nicht nur im Trio mit Wadada Leo Smith und Peter Kowald sondern traf mit so wichtigen Spielern wie Peter Brötzmann, Fred van Hove, Alexander von Schlippenbach, Evan Parker und Cecil Taylor zusammen. Sommers Solospiel sensibilisierte ihn für Kolloborationen mit Schriftstellern wie Günter Grass.

Sommers Diskografie umfasst über 100 veröffentlichte Audio-Datenträger. Als Professor an der Musikhochschule in Dresden nimmt er Einfluss auf die professionelle Vermittlung des zeitgenössischen Jazz an die nachfolgenden Generationen.

(Biographie www.babysommer.com)

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Pierre Favre – Drumsights

JAZZbrig lädt ein
(10. Juni 2016, 20.30, Pfarreizentrum Brig)

PIERRE FAVRE DRUMSIGHTS: 79 und noch kein bisschen leise!

Schlagzeug ist nicht gleich Schlagzeug, ebenfalls ist Percussion nicht gleich Percussion. Und beim PIERRE FAVRE DRUMSIGHTS Quartett schon gar nicht. Wer es noch nicht weiss: hier haben wir es mit Weltklasse Qualität zu tun. Vier Ausnahme-Schlagzeuger, vier hochkarätige Musiker, die danach streben ihre Schlagfertigkeit unter Beweis zu stellen, wie melodiös, wie leise, einfühlend und wie berührend ein eigentlich so lautes Instrument sein kann.
Am 2. Juni 2016 wird Pierre Favre 79jährig. Er hat alles erreicht was ein Musiker erreichen kann: Tourneen durch die ganze Welt, mit den wichtigsten Jazzmusiker zusammen gearbeitet, unzählige LP und CD Aufnahmen, das Schlagzeugspiel revolutioniert, ebenfalls jenes der Percussion; er war ein begnadeter und beliebter Lehrer an diversen Jazzschulen, ein hervorragender Pädagoge, wurde mit 74 nochmals Vater eines wunderbaren Mädchens und vieles mehr. Was aber die letzten 60 Jahre nie nachgelassen hat, ist seine Spielfreude, seine Neugierde und seine “Jugendlichkeit” und der Austausch mit anderen Musikern. Setzt sich Pierre Favre hinter seine Schlaginstrumente dann ist er auf einen Schlag 25jährig. Nur, dass sich nun zu seiner jugendlichen Frische und Kraft ein Feeling und Erfahrung hinzugesellt, das den Zuschauer verblüffen wird.

Jetzt am 10. Juni 2016 tritt er mit drei seiner ex-Schüler im Pfarreizentrum auf. Längst sind Valeria Zangger, Cris Jaeger und Markus Lauterburg flügge geworden. Aber mit dem Altmeister, Lehrer und Freund aufzutreten, ist für alle (ihn, sie und den Zuschauern) ungeheuer erfrischend, bereichernd, lernreich. Ein Konzert der Superlative und ein unvergessliches Ereignis.

Diese Zusammensetzung muss als einmalig gewertet werden und gehört in die Kategorie: Unterhaltung und Lebensbereicherung auf hohem Niveau.

Jonas Ruppen & Jean-Pierre L. D’Alpaos wünschen nicht nur viel Vergnügen, sondern auch ein unvergesslicher Moment.

Kommende JAZZbrig Events: GÜNTER “Baby” SOMMER – Jazz & Geschichte
(24. September 2016, Pfarreizentrum Brig)

JAZZbrig 2017 – Gitarristen
(24. – 29. April 2017, Pfarreizentum Brig)

Pierre-Favre-Drumsights

LRK

Origin: Luzern
Stil: Jazz
Datum: 18.2.2016
Zeit: 19:30 – Buchhandlung Wegenerplatz

 

LRK Edited

Jazz Konzert im Kulturraum Wegenerplatz in Brig

Samuel Leipold (g), Jonas Ruppen (p) und Clemens Kuratle (dr), Es werden nur Eigenkompositionen gespielt. Dauer: etwa 60 min

Chris Wiesendanger

Solo Piano

Origin: Zurich
Stil: Jazz
Datum: 1.4.2016
Zeit/Ort: 20:00 Rittersaal Stockalperschloss Brig
Eintritt: 25.-/15.-

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Gerry Hemingway drums, Frank Möbius git., Chris wiesendanger piano
Chris Wiesendanger

Pianist und Komponist. Geboren in Zürich, lebt und arbeitet dort.

In seinen zahlreichen Projekten entwickelt er Formen an den Grenzen von Komposition und Improvisation. Der Fokus seiner Arbeit liegt auf den Themenfeldern Stille und Aktion, Gesten, Bewegung, Präsenz, Energie, Haltung und Konzentration.
Seine Werke entstehen aus der Auseinandersetzung mit der Jazztradition, Neuer Musik, Rockmusik, Elektronischer Musik und Musique Concrète, und klassisch japanischer Musik.

Nationale und Internationale Konzerttätigkeit.

Chris Wiesendanger leitet mehrere Gruppen.
Zu seinen Working Bands gehört ein neues Ensemble in Tokyo mit den japanischen Musikern Taiichi Kamimura (Saxophon) und Tetsu Saito (Kontrabass), und erweitert durch traditionelle, japanische Instrumente. Seit 2012 das Trio mit dem Gitarristen Frank Möbus und dem Schlagzeuger Gerry Hemingway.

Im Jahr 2015 nahm er im Trio mit den beiden amerikanischen Musikern Ben Street (Kontrabass) und Jeff Ballard (Drums) eine CD auf. Das neue Album „Au clair soleil, je chante à pleine voix“ erscheint im Sommer 2016.

Chris Wiesendanger spielt auch seit längerer Zeit Solokonzerte. Erschienen ist im Jahr 2015 die CD „Acoustic Solo Piano Works Vol.1“.

In der Musik von Chris Wiesendanger stehen Konzentration und Präsenz im Zentrum. Aus diesem ruhenden Zentrum heraus entfaltet sich Polyphones und Polyrhythmisches. Vielschichtige Klanggewebe und Ueberlagerungen von Bewegungsabläufen stehen im Gegensatz zu Leere und offenem Raum. Die Musik breitet sich aus, erzeugt Resonanz, bringt Veränderung hervor, und kehrt ins Verstummen zurück.

Als Komponist im Bereich Neue Musik schreibt er Werke für Kammerbesetzungen, Soloinstrumente und Lieder. Im Jahr 2012 UA des Liederzyklus „Wie ein Band aufrollen und ins Feuer werfen“ (basierend auf mittelalterlichen japanischen Tanka und Haiku Texten) zusammen mit dem Ensemble für Neue Musik Zürich, der Sängerin Sonoe Kato und dem Kontrabassisten Christian Weber.

Chris Wiesendanger ist Dozent an den Musikhochschulen ZHDK Zürich und HSLU Luzern. Die langjährige Lehrtätigkeit ist für sein musikalisches Schaffen von grosser Wichtigkeit. Fragestellungen zur Vermittlung von Improvisation und zum Thema Ueben haben einen unmittelbaren Einfluss auf sein Schaffen.

Der Rote Bereich

Origin: Deutschland
Stil: Jazz, Impro, Free, Rock
Datum: 30.4.2016

Christian Weidner – alto saxophon
Frank Möbus – gitarre
Oliver Steidle – schlagzeug

Der Rote Bereich, der 1990 von Rudi Mahall und Frank Möbus gegründet wurde, gilt spätestens seit den späten 90er Jahren als eine der wegweisendsten Formationen der europäischen Jazz-Avantgarde. Die Gruppe gastierte bei den meisten wichtigen Festivals in Europa und tourte in
Asien, Afrika und den USA. 7 Tonträger erschienen bisher (Jazz4Ever Records, ACT Music und Intakt). DRB wurde mit dem Kulturförderpreis der Stadt Nürnberg und dem Deutschen Jazzpreis Mannheim ausgezeichnet und ihre 5. Veröffentlichung „Live in Montreux“ (ACT) erhielt den Preis der
deutschen Phonoakademie. Ehemalige Bandmitglieder sind u.a. Hal Crook, Jim Black, John Schröder. Man arbeitete aber auch immer wieder projektbezogen mit Gästen wie Dominic Pifarely, Daniel Erdmann, Nils Wogram, Vincent Courtois u.a..

„Das kauzige Trio…landete beim Pulikum einen Volltreffer.“
So W.v. Rechenberg zum 1. Konzert des DRB bei Jazz im tif 2003. Damals noch mit R. Mahall (cl.), aber schon mit Steidle am Schlagzeug. Christian Weidner (*1976), der seine ersten Saxophontöne in Kassel lernte und spielte, übersiedelte 1999 nach Berlin. Seit 2011 spielt er im Roten Bereich.

Die Kompositionen des DRB sind wie immer fernab jeglicher Konventionen, Klischees und kommerzieller Erwägungen. Der Rote Bereich räumt radikal mit eingefahrenen Hörgewohnheiten auf, mit überraschenden Rhythmuswechseln, unerwarteten Harmonieverschiebungen und subversiv-ironischen Umdeutungen. Eine Gruppe, die einfach grenzenlos Spaß macht!

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Christy Doran / Alfred Vogel

Origin: Schweiz
Stil: Jazz
Datum: 29.4.2016
Zeit: 21:30

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Christy Doran / Alfred Vogel

guitar, fx / double drum set, octopad

KONTAKTCHEMIE

Im letzten Moment verhinderte „Kontakt 60“, das spezielle, oxidlösende Reinigungsmittel für Kontakte aller Art, den Abbruch dieser wundervollen Session in dem österreichischen KuhdorfBezau. Es war im Frühjahr letzten Jahres, als zwei Musiker ein Experiment unternahmen: das Schaffen einer audiophilen Wunderwelt, aus dem Moment heraus.

Christy Doran, ein Gitarrenkünstler, der ohne Zweifel europäische Jazzgeschichte schreibt, saß im März 2015 verdattert vor seinen Effekten. Kein Fieper war zu hören, aus seiner wohl durchdachten Kette an elektrischen Klangerzeugern. Nur das leise Klimpern einer unverstärkten, nackten E-Gitarre …

Alfred Vogel, Initiator dieser Begegnung, seufzte, hatte er doch mühevoll eine Art „Double Drumset“ aufgebaut: Ein Tenor-Set zur linken und ein Bariton-Set zur rechten Seite, von einem Hocker aus bedienbar. Sollte die gemeinsame Vorfreude auf die geplanten Improvisationen nun ein jähes Ende erfahren?

Gott sei Dank, konnte sich Vogel daran erinnern, unlängst beste Erfahrungen mit einer gewissen Kontaktchemie gemacht zu haben – und diese war griffbereit! Nun muss man wissen, dass im Bregenzerwald nicht unbedingt an jeder Strassenecke ein Musikgeschäft mit Effektgeräten zu finden ist. Es heisst allerdings, dass dieser Vogel im Stande sei, die Kreativität der Metropolen ohne Qualitätsverluste in die Provinz zu holen. Auf seinem Label BOOMSLANG Records veröffentlicht er Produktionen, die nach und nach bei einer interessierten Hörerschaft auf Gefallen stossen, sein Festival BEZAU BEATZ bringt in der Tat Künstler von New York über London bis nach Berlin in das schöne Alpendorf. Und nun auch den genialen Christy Doran, der schon auf den Festivalbühnen der Welt musizierte, als Vogel noch an seinen Spielzeugrasseln lutschte.

Die Session war ins Blaue gebucht, motiviert von der Begeisterung Vogels über Dorans Gitarrenkünste. Und weil Letzterer kein Geheimnis daraus macht, dass er sich nach wie vor gerne auf neue künstlerische Abenteuer einlässt („… there is still a lot to be discovered, explored and evolved“), trafen die zwei Musiker ohne Netz und doppelten Boden aufeinander.

Das Double-Drumset garantiert eine Percussionsfläche im Cinemascope und vermittelt dem Hörer, der die Augen schliesst, das Gefühl, es seien 2 Percussionisten am Fuhrwerken. Erweitert

war diese Spielwiese durch ein Octopad mit elektronischen Sounds, die sich aber auf wundersame Weise mit den akustischen Drumsets als Einheit vermischen. Vogel hat ein Faible für bunte und abstrakte Farben und Beats, die er auf eigentümliche Art und Weise intuitiv und geschmackvoll mischt.

Auf dieser Leinwand entfaltet Christy Doran ein lyrisches Spiel mit einzigartigen Klängen, reichhaltigen Harmonien und seiner berühmt berüchtigten Phrasierung. Düstere Drones treffen auf glockenähnliche Flageoletts, feinmotorische Virtuosität und komplexe Rhythmik – teils vermischen sich die Gitarrenklänge mit den Drums so sehr, dass es unklar wird, wer von den beiden welche Farben produziert.

Was hier an gemeinsamem Output im Moment entstanden ist, klingt im Nachhinein eigentlich sehr nach Struktur. Die beiden Musiker merken schon nach wenigen Minuten, dass dieses Kontaktspray nicht nur die oxidierte Input-Buchse zum Funktionieren brachte.

Doran und Vogel knüpfen eine schlüssige Dramaturgie, verschmelzen zu einer Inspirationsquelle und provozieren grosses Kopfkino. Man kann sich in diese Musik fallen lassen und tief eintauchen. Sie lädt ein zu einem akustischen Trip zur eigenen Seele im Schwebezustand universeller Kreativität. Es liegt wohl an der KONTAKTCHEMIE …

Alex Rüedi Bigband

Origin:Wallis
Stil: Big Band
Datum: 28.4.2016
Zeit: 20:00

Es freut uns die Jazz Brig Konzerte mit der Alex Rüedi Big Band zu eröffnen. Alex Rüedi und seine Big Band haben sich in den letzten 20 Jahren in der Szene einen Namen gemacht. Es gibt keinen anderen, der besser für die Eröffnung des Jazz Brig geeignet wäre.

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Bandgeschichte

Band

Die Alex Rüedi Big Band (ARBB) ist ein Jazz-Orchester bestehend aus 18 Musikern aus dem Wallis. Die Bezeichnung „Big Band“ ergibt sich aus der Besetzung: 5 Saxophone, 4 Trompeten, 4 Posaunen, Piano, Gitarre, Schlagzeug und Bass. Bandleader Alex Rüedi gründete 1986 zusammen mit dem Pianisten Stefan Ruppen und einer Handvoll Jazz-Begeisterten die ARBB. Im Laufe zweier Jahrzehnte wurde der Verein durch rege Konzerttätigkeit vom Exoten zu einem festen Bestandteil der Oberwalliser Musiklandschaft und trug dazu bei, den Jazz auch im Rhonetal ansässig werden zu lassen.

Geschichte

1986 Gründung der Big Band durch Alex Rüedi und Stefan Ruppen
1987 Erstes öffentliches Konzert in Brig
1989 Uraufführung der Erstkompositionen Alex Rüedis in Naters
Jazzcluberöffnung in Lichtensteig (SG)
1990 Matinee am Open Air Gampel
1992 Vereinsgründung am 12. November
1994 Aufnahme der CD Goppler News im DRS-Radiostudio in Zürich

1995 Plattentaufe in Naters (Goppler News)
1997 Konzert mit der Berliner Big Band The Flintstones in Naters
1998 1. Konzertreise nach Berlin, eingeladen von The Flintstones
1999 Aufführung des Sacret Concerts von Duke Ellington mit dem
ensemble da capo und der Sopranistin Rhonda Dorsey
TV-Auftritt in der SF1-Sendung Hopp de Bäse mit Willy Valotti und Susan Orús

2003 Aufführung des CONtraste mit dem Orchesterverein Visp in Eyholz und Visp, mit der Uraufführung des Morning in Salina von Alex Rüedi
2004 2. Konzertreise nach Berlin mit dem Projekt CONtraste

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Alois

Origin: Luzern
Stil: Jazz
Datum: 29.4.2016
Zeit: 20:00

Alois Trio

Mit der neuen EP Yesterdaydream sind Alois momentan Schweizweit auf Tour. Verträumte Klänge, eine Mischung aus Jazz Musik und elektronischen Sounds verleiten dazu sich in der Musik zu verlieren.

Website: www.alois.band

Auftritt bei SRF Virus

Musikvideo: Hell And The Lake Of Fire